Lehren in der EU

 

Für Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen kommt vielleicht irgendwann der Zeitpunkt, dass sie ihr Wissen nicht nur an inländische Studenten und junge Forscherinnen und Forscher weiter geben möchten, sondern auch an ausländischen Hochschulen lehren wollen. Sie müssen dafür einen anerkannten Abschluss vorweisen können, der nicht nur hier in Deutschland gültig ist, sondern der auch international anerkannt ist. Das ist zum Beispiel bei Bachelor und Master der Fall. Auch ein Diplom wird in der Regel anerkannt, allerdings sollte es sich schon um ein Diplom einer Universität handeln, bei einem von einer Fachhochschule vergebenen Diplom kann es Probleme geben, es wird als weniger hochwertig eingestuft.

Eine Lehre im Ausland kommt auch dann in Frage, wenn jemand promovieren möchte. In der Regel sind die Doktoranden nicht nur in die Forschung, sondern auch in die Lehre eingebunden, was eben auch an ausländischen Hochschulen der Fall ist. Natürlich muss die Sprache ausreichend beherrscht werden, wobei die Lehre häufig auch in Englisch durchgeführt werden kann. Allerdings erwarten einige Universitäten, dass die normale Alltagssprache beherrscht wird und zwar nicht nur die Umgangssprache, sondern diese noch ergänzt durch das spezifische Fachvokabular der Studienrichtung.

Die Stellen, die für Lehrende im Ausland offen stehen, werden ausgeschrieben. Es ist also sinnvoll für Interessenten, sich auf dem Laufenden zu halten, was das Lehrangebot an der gewünschten ausländischen Hochschule angeht. Auch der DAAD, der Deutsche Akademische Auslandsdienst, besitzt eine Vermittlungsstelle für Dozenten. Hier wird unterschieden in eine kurz- und eine langfristige Dozententätigkeit. Dementsprechend werden die Interessenten auf die Stellen vermittelt. Es kann zudem ein Antrag auf Förderung gestellt werden, wodurch eine finanzielle Unterstützung möglich ist. Denn die eigene Hochschule zahlt in der Regel das Gehalt des Dozenten für die Dauer seines Aufenthaltes im Ausland nicht weiter, auch wenn ihm nach seiner Rückkehr seine Stelle offen steht. Die allgemeine Lebenshaltung muss aber bezahlt werden, daher sind Förderungen durchaus in Erwägung zu ziehen.