COST - Zusammenarbeit von Forschern in Europa

 

Mit dem Titel COST wird der europäische Rahmen für die Zusammenarbeit von Forschern und Forscherinnen auf nationaler Ebene bezeichnet. Das gilt für alle Bereiche der Technologie und der Wissenschaft. COST hat es sich zur Aufgabe gemacht, die nationalen Aktivitäten der Forscherinnen und Forscher europaweit in Netzwerken zusammen laufen zu lassen. Damit ist es möglich, auf unbürokratische Art und Weise Zugang zu Kooperationen zu erhalten. Der Bedarf für Kooperationen soll damit gedeckt werden. Auch sollen die vorhandenen Ressourcen von Wissen, der finanziellen und technischen Ausstattung möglichst effektiv genutzt werden. COST stellt zudem eine Ergänzung des EU-Forschungsrahmenprogrammes dar. Insgesamt soll natürlich auch erreicht werden, dass Europa seine Position in Forschung und Entwicklung stärken kann.

COST ist dabei kein Forschungsprogramm in dem Sinne, das heißt, es werden keine Forschungsthemen vorgegeben. Die Antragsteller müssen neue Aktionen selbst vorschlagen. Für jede Aktion gibt es dann ein Memorandum, das die Mitgliedsländer unterzeichnen müssen, in denen sich Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen für die Teilnahme bereit erklärt haben. COST gibt es schon seit rund dreißig Jahren und es wurde bis heute zu einem der größten Kooperationsrahmen ausgebaut. Es arbeiten etwa 30.000 Wissenschaftler hier mit.

Der Mechanismus von COST ist sehr flexibel, damit die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus ganz Europa zusammen gebracht werden können. Sie werden hier in produktive Netzwerke eingebunden. COST gehört dadurch zu den Eckpfeilern des Europäischen Forschungsraums. Normen und Standards werden durch COST vorbereitet, außerdem wird die vorwettbewerbliche Forschung gestärkt. Die Themen, die im Rahmen der COST Programme bearbeitet werden, sind in der Regel von öffentlichem Interesse. Gefördert wird COST durch die europäische Integration. Auch Probleme von weltweitem Interesse können hier bearbeitet werden, was zum Beispiel durch den vereinfachten Zugang für Forscherinnen und Forscher aus Ländern, die nicht der EU angehören, möglich wird. Hier arbeiten Forscher der Grundlagenforschung mit anderen Wissenschaftlern, aber auch mit Unternehmen zusammen. Weltweite Standards werden durch die Spitzenforschung entwickelt.